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Sardinien

P_20170527_105903Anfang Mai bin ich losgezogen um meinen ersten Skipperauftrag auf der ITA einer Bavaria 50 Cruiser anzunehmen. Ich war aufgeregt und gespannt auf meine neue Aufgabe. Aus den ursprünglich nur 3 Wochen, sind dann doch 8 Wochen geworden, da mein Auftraggeber so zufrieden mit mir war und ich mich nach den ersten anfänglichen Unwegsamkeiten doch sehr wohl gefühlt habe. Vom Land habe ich zwar nicht viel gesehen, abgesehen von ein paar Landausflügen, dafür aber unendlich viel wunderschöne Buchten, mit türkisem Wasser, weißen Stränden und vielen verschiedenen Fischen. Ich habe sehr viel gelernt und tollen Menschen begegnen dürfen, so dass es mir nicht leicht fiel Abschied zu nehmen.

IMG-20170706-WA0009_1Segeln mit einer Crew ist schon etwas ganz besonderes. Es fing schon mit dem ersten Einkaufstag an. Ich kenne die Mengen, die man für 4-8 Personen pro Woche benötigt, inzwischen ja gut und so habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen selbst jedes mal mit dabei zu sein. Auch erleichterte es ungemein, das jeder der kochen konnte, sich ein Gericht aussuchte und auch dafür die Sachen im Supermarkt zusammentrug. Beim Alkohol waren alle natürlich sehr zurückhaltend, jedenfalls beim ersten Einkauf, niemand wollte sich schließlich outen. Es wurde sich oft vehement gegen die empfohlenen 8-12 Flaschen Wein gewehrt, so das nach 3 Tagen im nächsten Ort schon für Nachschub gesorgt werden musste. Ein großes Hallo gab es bei jedem Einkauf über die Endsumme von den 2-3 brechend vollen Einkaufswagen, die natürlich sehr selten richtig geschätzt wurde. So begannen also schon die ersten Tage recht ausgelassen und unbeschwert.

20170618_140711Die Firma für die ich dort die Gäste spazieren fuhr, vermittelt Singlereisen in vielen verschiedenen Bereichen. Die Bandbreite reicht von Ski-, über Wander-, Rad- und Kletterreisen bis hin zu eben auch Segeltörns. Allerdings sind auch genau aus diesem Grund, zu 90% Nichtsegler dabei. Die Intention dieser Urlauber liegt also im wesentlichen auf Erholung und Entspannung, anspruchsloses segeln also, so sollte man meinen. Aber schon in den ersten Wochen kristallisierte sich heraus, das auch genau darin die Schwierigkeit lag, denn man hat in den ersten drei Tagen quasi keinerlei Unterstützung beim segeln. Da sich auch kaum einer im Vorfeld auch nur annährend belesen hatte, was segeln überhaupt bedeutet, musste nun jeder Begriff und jeder Handgriff erst erklärt werden. Hinzu kam das fehlende Verständnis, das ganz plötzlich aus einer entspannten Situation spontan eine schnelle Reaktion erforderlich ist. Das führte sehr oft zu Verwirrung und auch zu manch einer Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Alle waren im Urlaubsmodus und es fiel schwer, dass nicht nur aktives Mitsegeln, sondern auch aktives Mitdenken gewünscht und verlangt wurde. Dafür war am Ende jeder Woche das Erfolgserlebnis um so größer, wenn eine völlig unbeleckte Crew, das Schiff am letzten Tag alleine steuern konnte. Ein schönes Gefühl, wenn man Menschen für das begeistern kann, was einem selbst so sehr gefällt und wenn man dann noch Nachricht bekommt, das es Wiederholungstäter geben wird, was kann es schöneres geben.

IMG-20170630-WA0010Ein nächster Punkt der schon sehr außergewöhnlich war, war die Aufteilung der Crew. Denn meine Gäste waren zu 80% weiblich. Die ITA wurde wahlweise Womandampfer oder auch Bikinibomber genannt. Die Überraschung der Teilnehmer war bei Törnbeginn um so größer, da die Charterfirma damit wirbt- „auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis zu achten, aber nicht für eine exakte 50/50 Verteilung garantieren zu können“, das hatte niemand berücksichtigt, denn davon konnte nun so gar keine Rede sein. Aber die Mädels nahmen´s mit Humor und auch die vereinzelten Männer waren nicht ganz so erbost darüber, bekocht, umgarnt und gebauchpinselt zu werden. Allerdings stellte sich auch hier ein überraschender Effekt ein- die Mädels verließen sich in den meisten segeltechnischen Bereichen auf die Männer, hingegen bei reinen Frauencrews ganz selbstverständlich alle anfallenden Aufgaben schwesterlich geteilt wurden. Es funktionierte sogar viel besser und nicht nur beim segeln, sondern auch im zwischenmenschlichen Bereich. Da ich aber recht schnell Kontakt zu anderen Skippern mit zumeist männlichen Crews in der Marina Olbia fand, ergab sich schonmal der eine oder andere „zufällige“ Treff in Buchten oder Häfen, so dass sich fast in jeder Woche wenigstens ein Pärchen zusammenfand 😉

P_20170516_213325Und noch eine tolle Beobachtung konnte ich machen- aus meist eingefleischten Singles wurde ein Team. Natürlich gab es immermal Einzelfälle, die sich durch ihr gewohntes Singleverhalten dann letztendlich selbst ausschlossen. Aber im allgemeinen wurde der Zusammenhalt von Tag zu Tag größer, es wurde aufeinander geachtet und Rücksicht genommen und alle begannen besonders die gemeinsamen Malzeiten zu genießen. Selbst wenn es Gelegenheit gab allein durch die Städte zu streifen, wurde diese nicht genutzt, sondern gemeinsam erlebt. Ein toller Erfolg also.

2017-06-01_15-00-08_668Und es gab natürlich ganz besondere Highligts – bei einer Crew hatte ich tatsächlich Bauchschmerzen vor lachen, so viel Spaß hatten wir. Wir gerieten nicht selten in eine Regattafeld und wurden umringt von unglaublich schnellen und auch riesigen Rennyachten. Ein nächtliches Slippen des Ankers in einer Bucht, ließ uns nach mehrmaligen erneuten Ankerversuchen reißaus zu einer viel weniger schwelligen Bucht nehmen. Dort wurden wir am nächsten Tag von Kitsurfern umringt, die es doch tatsächlich schafften einer Mitseglerin, beim hinabsteigen der Badeleiter, aus voller Fahrt auf den Hintern zu klatschen. Wir grillten bei Sonnenuntergang am Strand und selbst die überraschende Flut, die beinahe unser Dingi davontrug, hielt uns nicht davon ab, den Abend am Lagerfeuer ausklingen zulassen. Und ich schaffte es erstmals rücklinks vom Dingi zu fallen, dieses mal überlebte aber mein Handy unbeschadet, ich muss heute noch lachen wenn ich daran denke.

P_20170531_101256Diese 8 Wochen werden mir in wunderbarer Erinnerung bleiben, nicht nur das ich Bonifacio, für mich die beeindruckendste Stadt im Mittelmeer, fast wöchentlich besuchen durfte, sondern auch die wunderschönen Buchten und eben die tollen Menschen die ich kennenlernen durfte. Natürlich gab es auch 1-2 mit denen man nicht auf einer Wellenlänge lag, aber das währe auch zu viel verlangt. Mit einigen werde ich noch lange Zeit Kontakt halten und sie in ihrem nächsten Urlaub vielleicht sogar wiedersehen. Einen ganz tollen Menschen durfte ich zu all dem auch noch kennenlernen, der mir ein ganz besonderer Kumpel geworden ist- einen Skipper der mich sowohl privat wie auch seglerisch unheimlich bereichert. Er ist Ausbilder für eine Segelschule und wird den restlichen Sommer auf Sardinien arbeiten, jedoch hoffen wir uns im Herbst wiederzusehen und dort weiter zu machen, wo wir begonnen haben :p

IMG_6755Wie geht es nun mit mir weiter?! Ich werde ein paar Tage meine Sachen in Palma zusammen suchen, das WG Zimmer hatte ich ja schon abgegeben. Dann werde ich für eine andere Firma erst auf Mallorca, dann in Süditalien, Kroatien und danach in Griechenland weiterskippern. Bei dieser Firma muss ich nach 4 Wochen 1 Woche Pause zwischen den Törns machen, was mir sehr entgegen kommt, denn Privatsphäre hat man bei wöchentlich wechselnden Crews so ganz und gar nicht. Danach ist geplant, dass ich die ITA von Sardinien auf die Kanaren überführe und dann dort auf Teneriffa den Winter verbringe und sie zeitweise skippere. Aber wie man ja weiß, schreiben Segler ihre Pläne bei Ebbe in den Sand, also warten wir mal ab, wann die Realität mal wieder vor lachen vom Hocker kippt.

Siri die Skipperin

FB_IMG_1495662678142„Denken sie an Kolumbus. Volles Risiko, totale Selbstüberschätzung. Wenn sie mit ihrem Leben unzufrieden sind, lassen sie es nicht an den anderen aus. Segeln sie einfach los.“
Harald Martenstein

Mit diesem Motto bin ich los – auf nach Sardinien und dieses mal nicht als Mitseglerin oder Coskipperin, sondern tatsächlich als eigenverantwortliche Skipperin. Ich wollte sehen wie es ist, mich ausprobieren und Grenzen austesten. Das Revier war mir nicht fremd, das Schiff auch nicht, denn 2015 bin ich ja schon einmal auf einer Bavaria 50 gesegelt.

FB_IMG_1495662586356Dieses mal hieß das Schiff ITA und gehört einem sehr netten, jung-gebliebenen Mitsiebziger, der ein unglaubliches Segel-Wissen hat, was auch nicht verwunderlich ist, da er früher Ausbilder war und schon viele Jahre seine Schiffe verchartert. Er weiß viel zu erzählen und gibt sein Wissen gerne weiter, ich habe in der ersten Woche, die er mich auf dem Probetörn begleitete unheimlich viel gelernt und auch einiges längst verschüttete wieder aufgefrischt. Auch weiß ich jetzt wie man ein Chartergeschäft richtig führt, wie man Gäste bewirtet hatte ich ja auf der VEGA schon gelernt, aber es gehört eben noch mehr dazu, wenn man möchte das sie auch wiederkommen.

Ein schönes Leben also, auf einem geräumigen Schiff, segelinteressierten Mitmenschen die Schönheit der Meere, Buchten und Städte Sardiniens ans Herz zu legen. Wohin die Segel einen tragen, ohne Hast und streßige Nachtfahrten. Eben Urlaubsfeeling, bezahlt, beneidenswert! So denken wohl viele…

Die ersten Tage stand ich dennoch ziemlich unter Strom und um ehrlich zu sein, hätte ich in der zweiten Woche am liebsten alles hingeschmissen. Ich war nicht darauf vorbereitet, das die Gäste tatsächlich NULL Ahnung vom segeln haben und sich eigentlich nur kutschieren lassen wollen ohne selbst etwas zu tun. Bei einem 50ft Schiff ist das aber mal so gar nicht möglich, da wird jede Hand benötigt und die Handgriffe müssen sitzen und schnell ausgeführt werden. Da aber am Anfang der Saison leider nicht so viele Menschen Urlaub machen, war das Schiff nur zu 20% belegt und wäre Chefe nicht anwesend gewesen, wäre ich jämmerlich gescheitert.

Screenshot_20170519-232918Die zweite Woche begann vielversprechender, ich hatte liebe Freunde, die zufällig Urlaub hatten, nicht lange überreden müssen, die Crew ein wenig aufzustocken. So waren wir wenigstens zu viert, davon ein SBF Binnen, ein SBF See Besitzer und einer war schon auf einem Törn im Kattegat unterwegs gewesen. Und dennoch war fast alles weg was sie mal gelernt hatten und ich musste jeden Handgriff neu erklären, zu lange her war alles schon. Nachdem mich nun der Chef alleine losgelassen hatte, kam es wie es kommen musste…

Wir hatten einen wirklich schönen Segeltag hinter uns und wollten gerade in eine Ankerbucht im Maddalena Archipel einbiegen, als plötzlich die Steuerung blockierte. Ich konnte das Steuerrad nicht mehr nach Steuerbord drehen, so das sich die ITA unkontrolliert nach Backbord im Kreis drehte, die Felsen kamen unaufhaltsam näher – Legerwall 😱 Mein erster Gedanke galt dem Autopilot, aber weder der, noch das manuell feststellbare Steuerrad waren dafür verantwortlich. Screenshot_20170516-090946_1Mir fiel eine ähnliche Situation ein, die ich erst vor kurzem auf der VEGA erlebt hatte – die Muring hatte sich, beim verlassen des Hafens, in der Schraube verfangen und der Skipper gab augenblicklich die Anweisung den Anker fallen zu lassen, um nicht andere Boote zu beschädigen. In sekundenbruchteilen lief dieser Film vor meinem inneren Auge ab, ein Crewmitglied erzählte mir später, dass ich am Steuer saß, den Kopf sinken ließ und sofort nach vorne rief- „Anker runter! Sofort! Alles raus!“ Zum Glück war alles schon vorbereitet, da wir ja ankern wollten. Das Crewmitglied das die Fernbedienung in der Hand hatte reagierte auch sofort, stoppte aber plötzlich und rief artig wie er es gelernt hatte- „10 Meter“. Ich wiederholte noch einmal nun etwas lauter- „Raus ALLES!!!“ Schließlich hatten wir nur 45m Kette und das bei 25m Tiefe. Es dauerte auch nicht lange und das Schiff hörte auf in Richtung Felsen zu treiben und stoppte auf ca. 40m Entfernung, drehte sich aber immer noch um die eigene Achse. Per Funk rief ich nun die Marina, die nicht weit entfernt war, um Hilfe an. 20170515_182811Währenddessen kam aber schon ein grosses Motorboot vorbei, reagierte auf unser wildes winken und nahm uns nach mehreren Anläufen in Schlepp. Schließlich wusste ich nicht wie lange der Anker bei dieser Tiefe halten würde und die Marina meldete sich nicht zurück. Dabei versuchten wir mit der Notpinne wenigstens etwas in der Spur zu bleiben, was aber nur bedingt gelang. Nachdem wir schon ein gutes Stück gekommen waren, schoss endlich das Dingi mit den Marineros auf uns zu. Welch fataler Fehler es war denen nun die Leine zu übergeben, erfuhr ich erst als sie uns längsseits in die Marina geschleppt hatten. Denn ich hatte in dem ganzen Chaos vergessen den Funkkanal auf 16 zu wechseln und so kam uns nicht unsere Stamm-Marina zu Hilfe, sondern die Konkurrenz von nebenan, die ausgerechnet Kanal 9 hatte. 20170515_181121Eigentlich nicht weiter schlimm, aber dadurch hatte uns die Guardia di Costiera zu spät gehört, die hätten uns gratis abgeschleppt, nun konnten die Marineros aber einen Preis aufrufen der Utopisch war- 8000,-€ in Worten ACHTTAUSEND EURO wollten diese Verbrecher doch tatsächlich als Gegenleistung für ihre Hilfe haben! Zum Glück war mein Chef inzwischen mit dem Auto eingetroffen und kannte die Bande schon, so konnte er mit einigem Verhandlungsgeschick die Summe auf 1500,-€ herunterdrücken. Am nächsten Morgen musste ich bei der Guardia di Costiera nur noch ein Protokoll schreiben und versichern dass der Fehler umgehend repariert werden würde.

P_20170519_131544_2Mein Chef machte sich auch sofort auf die Suche, zum Glück bestätigte sich seine Vermutung nicht, dass die Steuerkette gerissen sei. Doch war die komplette Steuereinheit lose, durch die Vibration des Motors hatten sich mit der Zeit alle Schrauben gelöst und so war die Kette Stück für Stück bis zum Spanner weitergesprungen und dann eben blockiert. Jetzt erklärte sich mir auch der Ruck der am Morgen beim losfahren durch das Schiff gegangen war, den ich mir aber nicht erklären konnte- die Backbordkette war komplett heruntergesprungen, das merkte ich aber während der Fahrt nicht, da ich auf Steuerbord steuerte.

Wir waren also mit dem blauen Auge davon gekommen, aber der Crew steckte noch immer der Schreck in den Knochen, ihr Vertrauen in die Technik war zerrüttet. Nun war es an Chefe und mir ihnen die Sicherheit wiederzugeben und letztendlich bewirkte Chefes Entgegenkommen, als Techniker mit nach Bonfacio zu fahren und mein Spruch- „wenn man mit dem Auto einen Unfall baut, sollte man auch so schnell wie möglich wieder ins Auto steigen“, dass sie einwilligten weiterzufahren. Es wurde auch noch ein sehr schöner Törn und ganz sicher werden die Jungs noch Jahre später davon erzählen.

Allerdings war ich nun nicht mehr sicher ob ich tatsächlich weiter machen sollte. Wollte ich tatsächlich weiterhin die Verantwortung für andere Menschen und dieses Schiff übernehmen? Und würde mir der Spass am segeln nicht vergehen, jede Woche bei Null anzufangen und wenn endlich alles lief, die Crew wieder gehen lassen zu müssen?

IMG-20170525-WA0001Nun war es wieder an Chefe, der mir noch einmal bestätigte alles richtig gemacht zu haben und sein Angebot tatsächlich bis September zu verlängern, wenn ich das möchte, bauchpinselte mich natürlich sehr. Aber erst mein eigener Spruch- „wenn man mit dem Auto einen Unfall baut, sollte man auch so schnell wie möglich wieder ins Auto steigen“, ließ mich die Zähne zusammenbeißen und weiter machen. Auch sehe ich es inzwischen als Herausforderung und auch als Bestätigung, wenn blutige Segelanfänger am Ende der Woche tatsächlich selbstständig das Schiff segeln können. Und natürlich ist es ein Traum hier in dieser wundervollen Umgebung aufs geradewohl herum zu segeln und andere Menschen für diese Schönheit und den Spaß am segeln zu begeistern. Allerdings werde ich nur bis Juli hier auf Sardinien bleiben und danach für eine Firma skippern, die Mittelmeerweit Törns anbietet, ich möchte doch noch ganz viel von der Welt sehen 😄 Dann geht es wieder nach Mallorca, danach Süditalien, Kroatien und zum Ende des Jahres endlich nach Griechenland.


Mallorca

18198769_1489090924445567_6996472964246753157_nNun lebe ich also auf Mallorca. Es ist tatsächlich eigenartig wieder vier feste Wände um mich herum zu haben. Es schaukelt nichts, man hat viel Platz, kann duschen wann man will und Wäsche waschen so oft man möchte. Aber es fühlt sich unwirklich an. Ich bin natürlich sehr froh hier bei einem Bekannten unter gekommen zu sein, hab ein Zimmer, einen Schrank, kann meine Sachen hier deponieren und hab ein Bett in dem ich schlafen kann. Die Wohnung ist relativ zentral gelegen, der Mercadona direkt um die Ecke und die Altstadt fußläufig zu erreichen. Und seit neustem gibt es auch eine liebe Mitbewohnerin, mit der ich mich wirklich gut verstehe. Ich könnte hier tatsächlich bleiben, aber…

18010842_1470438919644101_4370807291919148890_nMein Sohn hat mich besucht und wir haben die letzten Tage die Gelegenheit genutzt um uns die Insel anzuschauen. Was für ein wunderschönes Fleckchen Erde. Mittlerweile verstehe ich, dass so viele Deutsche sich hier wohl fühlen. Das Klima ist warm, die Bäume ganzjährig grün, das Wasser blau. Ich mag es sehr hier. Wir sind über Landstraße mit dem Auto nach Sant Elm und haben, bei einem Eis, hinüber zur Isla Dragonera geschaut. Sind mit der alten Holzeisenbahn nach Soller, von dort zu Fuß nach Port de Soller gelaufen und haben uns dort ein leckres Stück Kuchen gegönnt. 18221540_1489104537777539_5478279391021295433_nWieder über Land gings an einem anderen Tag nach Cala d´Or und in den Naturpark Mondrago, zu wunderschönen Buchten die ich vor zwei Jahren schon einmal vom Wasser aus gesehen habe. Mein Sohn ist an einem Tag mit dem Rad, mit einem Fahrrad-Guide über die Insel gefahren. Wir waren am Strand, haben die Füße in den Sand gesteckt und er war sogar baden. Wir haben uns den Balermann in El Arenal angeschaut, der viel harmloser ist, als vorgestellt. Natürlich habe ich den Cementerio nicht ausgelassen, der aber leider nicht so beeindruckend war wie die italienischen Cimiteros. Und wir haben auf dem Castell de Belver erlebt wie die Katalanen ihre Menschentürme bauen und zu fadoähnlicher Musik tanzen. Ich bin ganz sicher das ich auf dieser schönen Insel noch ganz viel entdecken und erleben kann, aber…

18222683_1489090791112247_4665339001570590726_nDie Altstadt von Palma hat es mir natürlich besonders angetan. Man kann stundenlang hindurchstreifen, sich auf kleinen Plätzen niederlassen, dargebotener Musik lauschen, Sangria oder Tinto Verano trinken und Tapas essen. Ich bin zwar so gar keine Shoppingqueen, aber selbst das macht mir hier Spaß, auch wenn ich mir ja aus Platzgründen nichts kaufen kann. Aber es schlendert sich so schön durch die Gassen, die vielen kleinen Geschäfte bieten teilweise so liebevolle Dinge an, so dass man sich gern die Nase plattdrückt. Ein Highlight war natürlich die “Palma Super Yacht Show”, wo Schiffe anzusehen waren, die eigentlich verboten werden sollten, bei so viel Armut auf der Welt. Zum Glück ist der Hafen offen und man kann auch sonst Boote gucken gehen, auch wenn dort mehr Charteryachten als Langfahrer liegen. Es gibt also immer wieder was zu sehen und sei es mal wieder ein Fest, denn die Spanier wissen wie man feiert, aber…

DSC_1104…ich bin ja losgezogen, die Welt unter Segeln zu entdecken. Ich habe mich ja nun nach Charterfirmen umgesehen und diverse Erkundigungen eingeholt, welche Qualifikationen ich benötige. Es kursieren da die unterschiedlichsten Varianten, die Einen wollen den SKS (SportKüstenSchifferschein) die Anderen sogar den SSS (SportSeeSchifferschein) und wieder Anderen genügen ausreichend Meilen und vor allem Erfahrung um mit dem SBF See (Sportbootführerschein) eine Yacht zu führen. Natürlich benötigt man eine Skipperhaftpflicht und auch gibt es Crewverträge, Kaskoversicherungen fürs Boot und die Unfallhaftpflicht. Wichtig ist in jedem Fall, ob man es sich zutrauen würde ein Schiff selbstständig zu führen und die Verantwortung für andere zu übernehmen. DSC_1461Ich möchte genau das herausfinden und werde deshalb am Samstag nach Sardinien fliegen Smiley dort erst einmal eine Woche unter Anleitung mit Skippertraining und danach zwei Wochen selbstständig eine Yacht, zwischen Sardinien und Korsika, führen. Es wird eine ganz neue und sicher sehr spannende Erfahrung werden. Und so passiert in diesem Jahr schon das dritte Highlight – ich sehe Bonifacio wieder, diese wunderschöne Stadt auf Korsika. Sollte meine Qualifizierung nicht ausreichen oder ich mich nicht sicher genug fühlen, kann ich ja jederzeit noch den SKS oder auch SSS nachholen. Für den Fall das es gut geht und sich für mich richtig anfühlt, werde ich dann diesen Sommer damit verbringen im Mittelmeer herumzujetten und Charteryachten spazieren fahren.

Ansonsten gibt´s natürlich wieder einen Plan B und C, denn ich habe hier auf dieser wundervollen Insel ein Bett und einen Schrank oder könnte auch wahlweise immer noch nach Griechenland fliegen, wo der eine oder andere Skipper eine Gästekoje für mich frei hätte Zwinkerndes Smiley

VEGA

VEGA_2015Ich glaube ich brauche nicht zu erwähnen wie sehr ich dieses Schiff liebe. Schon vor 2,5 Jahren hat es mich infiziert und seit dem habe ich immer Ausschau nach ihr oder einer ähnlichen Lady gehalten. Sie ist einfach etwas ganz besonderes und ich fühle mich auf ihr jedes mal wie zu Hause. Sie hat eine Seele und man spürt auf ihr die vergangenen Jahre und weiß das sie einem all die Sicherheit gibt, die man braucht um sich auf einem Schiff rundum wohl zu fühlen. Um so erfreuter war ich natürlich, als ich sie in Almerimar wiedersah und beim betreten feststellte, das auch sie mich nicht vergessen hat und all meine Mitbringsel von damals immer noch an Ort und Stelle waren. Und auch dieses mal habe ich das eine oder andere da gelassen, die Welt ist einfach zu klein um sich dauerhaft aus dem Weg zu gehen Zwinkerndes Smiley

17795756_1449746148380045_8873340462772355970_nDie VEGA und ich habe eh ein ganz besonderes Verhältnis zueinander- ich habe nun 2 x 2 Monate auf ihr gewohnt, habe sie geputzt und gewienert, geschliffen und gestrichen, habe den Skipper und die Crew bei Laune gehalten und kulinarisch verwöhnt und was bekomme ich von der feinen Lady dafür zurück? Von 7 Tagen die ich bisher mit ihr je fahren durfte, bekam ich EINEN Tag unter Segel und das sogar als Geburtstagsgeschenk! Und dennoch bin ich ihr dafür sehr dankbar, denn es war immer ein kleiner heimlicher Traum von mir und sie hat mich damit sehr glücklich gemacht. Es ist so ein anderes Gefühl als auf kleineren Booten, alles ist martialisch und handfest, schon allein um eine Wende zu machen braucht man 2-3 Mann, geschweige denn die Segel zu setzen und zu bergen. Auch das man ungehindert auf dem Schiff herumlaufen oder sich sonnen kann, immer irgendwo ein Plätzchen findet um trotz vieler Menschen allein zu sein.

17499310_1439420186079308_2028950747002886118_nIch lasse mich auch weiterhin nicht beirren, ich habe sie sehr sehr gerne verschönert und ein ganz klein wenig dazu beigetragen, dass sie vielleicht noch weitere 90 Jahre auf den Meeren herumfährt. Auch wenn ich sie wiedermal nur eine kurze Strecke begleiten durfte, denn so sehr ich es mir auch gewünscht habe nicht nur bis Griechenland mitsegeln zu dürfen, so wenig verstehen andere wie wichtig für das Projekt VEGA Menschen sind die ihr ganzes Herzblut hinzugeben bereit sind. Ihr Skipper hat in den letzten zwei Jahren wirklich sehr viel Energie, Zeit und Geld hineingesteckt. 17626177_1448940761793917_6820802876469272490_nEr hat den Motor, das komplette Rigg, eine Rollfockanlage und das Unterwasserschiff erneuert, hat die Masten, die Reling und das Schanzkleid refitet und will im nächsten Winter den Wassermacher und einen Autopilot einbauen lassen. Auch hat der Skipper vor, eine feste Crew von Langfahrern aufzubauen und hat mir nach dem Törn Almerimar – Griechenland angeboten auf der VEGA zu wohnen, auf sie aufzupassen und als Co-Skipperin zu fungieren. Ich habe natürlich das Für und Wider abgewogen, denn so muss ich mich in eine größere Gruppe eingliedern, kann nicht selbst entscheiden wo es hingeht und wie lange ich wo bleiben möchte. Aber ich habe ihm dennoch zugesagt und er hat sich sehr darüber gefreut, da wir super als Team zusammen gearbeitet haben. Es ist nur sehr schade, das es dennoch immerwieder Menschen gibt, die ihre persönlichen Interessen vor das Wohl der Allgemeinheit stellen und die wegbeißen, die diesem schönen Schiff gutes tun wollen. Kleingeistige Eifersüchteleien und Machtspielchen sind eben so gar nicht mein Ding, deshalb werde ich also schweren Herzens von Bord gehen.

17861924_1455474737807186_8672685980220892892_nDie Fahrt bisher war kurz und schmerzlos, wir hatten wenig Wind, bis auf eben diesen einen Tag und sind die ersten knapp 350sm quasi in einem Rutsch durchgefahren. Das Schiff war fast komplett ausgebucht und so waren die Nachtfahrten gut in 3 Stunden Rhythmen einzuteilen. Es schläft sich eben nur immer sehr unruhig wenn man unter Motor fährt, auch wenn wir Glück hatten und nicht so ein starker Schwell vorhanden war. Die spanische Küste habe ich also nur von weitem gesehen, zum Glück kenn ich ja Cartagena und Calpe schon, auf Formentera haben wir eine Nacht gestoppt, Ibiza habe ich dann verschlafen und auf Mallorca habe ich noch zwei Tage genossen in einer Bucht zu ankern, während die Crew auf Landgang war bevor es weiterging. Mal schauen wann ich dann das nächste mal auf einem Schiff sein darf. Ich bin ja ein Planungsmensch und da ich bei meinem Lebensstil sogar mehrere Pläne haben muss, habe ich mich ja auch anderweitig umgesehen und mich bei Charterfirmen beworben. Nun werde ich also vorerst bei einem Freund in Palma wohnen und mal ausprobieren, wie es sich anfühlt als Skipperin Fremde durch die Gegend zu schippern. Ansonsten hätte ich schon einige Angebote, von der Code de´Azur über Korsika, Sardinien, Sizilien nach Griechenland mitzusegeln. Auch in Griechenland hätte der eine oder andere eine Gästekoje frei, aber ich muss gerade erst einmal den vergangenen Stress abschütteln, zur Ruhe kommen und mich darauf besinnen was ICH will!

In jedem Fall bin ich sehr glücklich, dass in diesem Jahr somit schon zwei Träume wahr geworden sind- ich durfte auf der VEGA segeln und nun auch in Palma, meiner heimlichen Wahlheimatstadt, wohnen! Smiley mit geöffnetem Mund

Alles hat eben seine Zeit!

Nachtrag – und hier ein Bericht eines Mitseglers:

Mit der Vega auf Überführung

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Back to the roots

Screenshot_2017-03-09-12-07-59-1-1Gehen sie zurück auf Start und ziehen sie keine fünfhundert Euro ein. Oder, man sollte wissen wann man aufhört, auch wenn es nicht am Schönsten ist. Almerimar scheint für mich dafür prädestiniert zu sein Erstauntes Smiley

Ich bin aufgebrochen um die Welt zu entdecken, mich frei zu machen von den Zwängen des Alltags, zu leben und glücklich zu sein. Fast ein Jahr bin ich allein unterwegs gewesen, von Boot zu Boot und auch über Land gereist. Vor 1,5 Jahren nun habe ich auf der Gorch Fock einklariert, bin dafür nach Holland geflogen und hab dort den Winter verbracht. Wir wollten von nun an gemeinsam die Welt umsegeln und so habe ich all meine bisher gesammelten Erfahrungen und Ideen in dieses Projekt gesteckt. Ich habe geholfen das Boot langfahrtauglich zu machen und beim Nestbau mitgewirkt. Gemeinsam haben wir die Route zusammengestellt und die Strecken abgesteckt. Ich habe von Holland, Belgien, Frankreich über die Biskaya, nach Portugal und Spanien, die gesamte Strecke ohne Autopilot gesteuert. Meine Lieblingsstrecke war das nicht, es war eine sehr spannende aber auch anspruchsvolle Tour, mit traumhaften aber auch nicht so schönen Ecken. Ich habe viel gesehen und gelernt und meine Lust aufs Segeln und auf ein Leben auf dem Boot ist keinen Moment geschmälert. Ich bin immer noch wildentschlossen, so viel wie möglich von der Welt zu sehen und gerne bereit deshalb auf vieles andere zu verzichten.

20170205_183558Für viele ist dieses Leben ein absoluter Traum! Die wenigsten erfüllen ihn sich und die, die den Absprung schaffen, sind oft überrascht wie sehr noch die Erwartungen übertroffen werden. Man ist plötzlich frei von allen Verpflichtungen, hat die ganze Welt vor Augen, kann sehen, hören und riechen wie vielfältig das Leben außerhalb Deutschlands ist. Wie offen und unbändig die Menschen anderorts leben, wie anders und fremdartig die Gewohnheiten sind. Auch hat man alle Möglichkeiten die man sich vorstellen kann, die Welt steht einem offen und man kann hin wohin man möchte. Man ist berauscht, saugt alles auf und kann gar nicht genug bekommen von diesem Leben. Und es gibt noch so vieles zu sehen und zu entdecken, der Neugier sind keine Grenzen gesetzt. Zu dieser Sorte ´Aussteiger` gehöre ich.

Aber es ist ein Unterschied, einen Traum zu haben oder ihn dann auch zu leben.

Screenshot_2017-03-03-11-22-11-1-1-1Denn es gibt auch die, die es sich wohl anders vorgestellt haben, die mit diesem Leben hadern und sich heimlich zurückwünschen, zu ihren Freunden und der Familie daheim. Das Leben auf dem Boot ist nun mal sehr einsam, soziale Kontakte sehr flüchtig und von kurzer Dauer. Dafür ist man zu zweit 24/7 miteinander zusammen, hat kaum Privatsphäre und muss den Partner ertragen wie er ist, muss Kompromisse schließen. Das ist nicht einfach und etwas ganz anderes als eine Beziehung zu Hause. Nun ist es aber schwer, sich das selbst einzugestehen und dann noch vor den Freunden daheim zuzugeben, denn welch Blöße würde man sich geben. Schließlich käme es einer Bankrotterklärung gleich, wenn man herausfindet, dass man vor sich selbst gar nicht weglaufen kann und das man die Freunde daheim braucht um Bestätigung zu kommen. Selbstreflexion und klare Worte sind leider selten Männersache und so ist es einfacher zu nörgeln und zu meckern, an allem und jedem und seine schlechte Laune am Nächstbesten auszulassen und negative Energien in alle Richtungen zu versprühen. Am Boot will/kann man dann auch nicht so viel reparieren, morgen ist ja auch noch ein Tag. Und so lebt man in den Tag hinein, es vergehen untätige Wochen und Monate. Zu dieser Sorte Mensch gehört leider der Seebär.

fb_img_1475670601182Und genau deshalb ist meine Zeit auf der Gorch Fock nun zu Ende. Die Dipsomanie und Dämonisierung ist zu weit fortgeschritten, um sie noch länger zu ertragen oder ihr noch entgegen zu wirken. Ich bin einfach ein zu positiver Mensch und bin der Meinung- man lebt nur 1x und mein Leben ist zu kurz und die Grafik einfach zu genial, um sie mir zu vernebeln, oder mich herunterziehen bzw. ärgern zu lassen. Leider sieht er das wohl anders und erzählt überall herum, dass ich ihm Geld unterschlagen hätte, was natürlich Blödsinn ist, zum Glück habe ich alle Kontoauszüge. Wir hatten eine klare Abmachung- solange ich an Bord bin, trage monatlich 500,-€ in Form von Lebensmitteln zur Bordkasse bei und er übernimmt den Rest, ist ja auch sein Boot. Das hat auch all die Monate super funktioniert. Plötzlich will er aber rückwirkend meinen Anteil auf 1:1 erhöhen und droht mit einer Strafanzeige, wenn ich diese Differenz nicht ausgleiche. Mir bleibt also wieder einmal nichts erspart. Trauriges Smiley Sehr schade, dass Menschen die sich mal gern hatten, so miteinander umgehen müssen!

10566223_10152285277797263_1333105683_n.jpgWohin aber nun mit mir? Nun wie das Leben so spielt, passieren Dinge die man nie für möglich gehalten hätte, oder soll es einfach so sein? Seit Anfang Oktober liegt nämlich die VEGA auch hier im Hafen. Drei Monate haben der Skipper und ich, es tatsächlich geschafft einen großen Bogen umeinander zu machen, dann aber trafen wir doch aufeinander. Und so haben wir in einem Gespräch festgestellt, das damals vor über zwei Jahren vieles unausgesprochen geblieben ist, aber dennoch nicht anders zu regeln ging. Es war besser, genau wie auch jetzt von der Gorch Fock, voneinander Abschied zu nehmen, bevor etwas eskaliert, das nicht rückgängig zu machen geht. Wir sind uns also nicht böse, es fühlt sich vertraut an und so gehen wir als gute Freunde miteinander um. Es war nicht schwer zu erraten, dass ich mich sehr unwohl fühle, deshalb haben mir der Skipper der Vega und seine Bordfrau Asyl angeboten. So wird also doch noch ein kleiner jahrelang gehegter Traum wahr und ich darf ab April mit der VEGA mitfahren. Ihr Ziel ist über die Balearen, nach Sardinien und Sizilien nach Griechenland zu fahren, aber ich muss natürlich schauen wie sich das für mich anfühlt mit so großer Crew. So peile ich erst einmal Mallorca an, um mir dort ein Zimmer zu nehmen, oder schaue eben wie lange ich die Besatzung der Vega unterstützen kann bzw. es miteinander gut geht. Denn in Griechenland muss ich mir ja auch erst wieder einen Platz bzw. Boot suchen, um die Schönheit des ionischen Meeres und der Ägäis kennenzulernen.

Screenshot_2017-03-04-10-00-36-1Deshalb nimmt auch eine andere Variante gerade Formen in meinem Kopf an. Denn will ich wirklich auf Dauer immer abhängig von den Launen und der Gnade der Skipper sein, die mir für Hand-gegen-Koje Obdach gewähren? Will ich immer bitten und betteln müssen, mich mitzunehmen, als Gegenleistung profitieren die von meinen Erfahrungen und wissen das nicht einmal zu schätzen? Ich könnte mir deshalb auch gut vorstellen, mich auf Mallorca für länger nieder zu lassen, zeitnah den SKS-Schein zu machen und dann als Skipperin zu arbeiten. Firmen die mich mit Kusshand nehmen gibt es einige, denn SkipperINNEN sind doch recht rar und Frauentörns dafür um so gefragter. Zusagen hätte ich sogar schon.

Und noch eine Idee manifestiert sich gerade. Für ein eigenes Boot fehlen mir derzeit leider die finanziellen Mittel, aber eine Frau zu finden die ein eigenes Boot hat, wäre noch denkbar. Wenn das vielleicht auch sehr selten ist und selbst da ist es fraglich ob es miteinander klappt. Aber einen Versuch wäre es wert, mit Frauenpower durch die Welt zu segeln. Also Mädels, meldet Euch!

So traurig und unvorhergesehen diese Entwicklung nun ist, bin ich dankbar für die schöne Zeit, die wir doch gemeinsam hatten und schaue offen in die Zukunft Smiley mit geöffnetem Mund

Ich lass mir jedenfalls meinen Traum nicht kaputt machen!!!